Tour dur d'Schwiiz - Der besondere Reiseführer für die gesamte Schweiz

von Reto Fehr
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Reto Fehr Tour dur d'Schwiiz - Der besondere Reiseführer für die gesamte Schweiz
Reto Fehr - Tour dur d'Schwiiz - Der besondere Reiseführer für die gesamte Schweiz

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Beschreibung

Ein Reiseführer für die Schweiz? Da gibt es eine grosse Auswahl. Aber was zeichnet die Schweiz wirklich aus? Wo gibt es die unentdeckten Plätze, die Geschichten oder die Fakten, die den Charakter dieses kleinen Alpenstaates und seiner Bewohner widerspiegeln? All diese Fragen bewegten Reto Fehr, als er den Plan fasste, sein Heimatland näher kennen zu lernen. Der Watson-Journalist und Autor startete ein Projekt, das in dieser Art wohl einzigartig ist: Eine Radtour in alle 2‘324 Gemeinden
der Schweiz, mit einer Gesamtstrecke von 11‘000 km und einer Dauer von vier Monaten. In bester journalistischer Manier erfasste er nicht nur Tourdaten, landschaftliche und touristische Highlights, sondern auch ungewöhnliche Geschichten und Anekdoten, die selbst den meisten Schweizern unbekannt sind, so z.B. das Schreiverbot für Kinder, die kleinste Stadt der Welt oder das Dorf mit den meisten Olympiateilnehmern weltweit. Dieses Buch gehört in das Handgepäck oder das Handschuhfach
eines jeden Schweizreisenden, denn die 95 abgeschlossenen Kapitel ermöglichen jederzeit eine unterhaltsame Tagestour, wo
immer man sich in der Alpenrepublik aufhält.
Im Frühjahr 2018 wurde Reto Fehr für seinen Tourguide mit einem Buchpreis ausgezeichnet.
Der Reiseführer eignet sich gleichermassen für Rad-, Motorrad- und Autofahrer.

Mitwirkende

Autor:
Reto Fehr

Weitere Informationen

Anmerkung Illustrationen:
Fotos aus allen Kantonen der Schweiz, Illustrationen, Karten - 4-farbig
Exzerpt:
75. Etappe, Hirzel: Die erotischste Landschaft, ein Teufelswerk oder gar beides?
Von Wädenswil aus radle ich am Morgen hoch auf den Hirzel. Wer vom unteren Zürichsee nach Zug oder Luzern will, fährt noch immer am einfachsten über den rund 700 Meter hohen Hügelzug. Das Plateau entstand an der Grenze der eiszeitlichen Reuss- und Rhein-Linth-Gletscher. Unzählige Moränenhügel, auch Drumlins genannt, schmücken die Gegend, die so einzigartig in der Schweiz ist. Besonders speziell: Auf praktisch jedem Hügel thront eine Linde. Kein Wunder wurde die Region gleich in zwei Bundesinventare aufgenommen: In dasjenige der «Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung» sowie in jenes der «Moorlandschaften von besonderer Schönheit und nationaler Bedeutung».
Die Philosophin Maja Wicki nannte die Gegend in den späten 1970er Jahren einst «die erotischste Landschaft der Schweiz». Sie wirkt fast künstlich, doch längst ist belegt, dass die gleichmässigen Hügel einfach nur Schuttablagerungen der früheren Gletscher sind.
Neben der wissenschaftlichen Erklärung existiert auch eine wunderbare Sage über die Entstehung der Drumlins, die gar ihren Weg in ein Zürcher Oberstufenlehrmittel fand. Als die ersten Siedler hier lebten und sich deren Zahl immer mehr vergrösserte, baten sie Gott um mehr Ackerland. Dieser aber lehnte ab und rief zur Bescheidenheit auf. Die Einwohner jedoch fragten stattdessen beim Teufel um Rat. Und natürlich hatte dieser einen «schlauen Plan». Die Bauern mussten sich ihm dafür allerdings verschreiben. So begab sich der Teufel zurück in den Untergrund und stemmte mit seinen Gehilfen an verschiedenen Orten den Boden gleichmässig in die Höhe.
Bald merkten die Bewohner, dass die Anbaufläche viel zu steil wird. In ihrer Not baten sie den Pfarrer um Hilfe. Dieser hatte Mitleid und empfahl, auf jedem Hügel einen Lindenbaum zu pflanzen. Ein Symbol uralter Heiligkeit und der Liebe, was der Teufel natürlich verabscheut. Seither, so heisst es, hätte man auf dem Hirzel nie mehr etwas mit dem Teufel zu tun gehabt.
Auch zum Lindenbaum gibt es eine sachlichere Erklärung. Zum einen diente dieser früher einfach als Schattenbaum für die Znünipause der Bauern oder galt bei den Germanen noch als Gerichtsbaum, unter welchem über Strafvergehen beschlossen wurde. Insbesondere aber handelt es sich auf dem Hirzel um Erinnerungs- und Geburtsbäume. Zur Geburt des Erstgeborenen pflanzten die Bauern auf dem höchsten Hügel ihres Landes einen Lindenbaum. «Noch heute wird diese Tradition teilweise gepflegt. Erst vor gut drei Jahren setzte der Landwirt vom Erni-Hof eine neue Linde gleich neben die mit rund 200 Jahren älteste im Gebiet», erklärt mir Jöri, der sich intensiv mit der Geschichte des Hirzels auseinandersetzt. Zu sehen ist die älteste Linde übrigens, wenn man das Dorf Richtung Sihlbrugg verlässt links von der Strasse gleich nach der scharfen Rechtskurve.
Dass der Baum 200-jährig wurde, verdankt er zum einen der Schlauheit des Bauern, der den Schattenwurf des Baumes gegenüber seinem Nachbarn – der die Linde einst fällen wollte - früher mit einer Ladung Futter für die Tiere entschädigte. Und wohl auch dem Gemeindegesetz, das 1947 beschlossen wurde und alle Linden der Region unter Schutz stellte. Während dem 2. Weltkrieg fingen die Einwohner nämlich an, die Linden zu fällen. Vermutlich weil sie zu wenig Feuerholz hatten. Heute muss für jede Linde die durch Wetter, Altersschwäche oder warum auch immer gefällt wird, eine neue gepflanzt werden.
Neben der Erni-Linde steht noch eine ganz besondere auf dem Gemeindegebiet Hirzel. Auf der Fahrenweid, wo an exponierter Lage jährlich die 1.-August-Feier stattfindet wurde einst zum 75. Geburtstag der Dichterin Meta Heusser eine Linde gepflanzt. Heusser ist die Mutter von Johanna Spyri, der Erfinderin von Heidi, die auf dem Hirzel aufwuchs. Noch heute existiert ein Spyri-Museum im ältesten Schulhaus des Ortes. Ich aber muss weiter Richtung Wägital. Unterwegs geniesse ich vorbei an Hütten (meine 1700. von 2324 Gemeinden) Richtung Schindellegi eine der schönsten Aussichten auf den unteren Zürichsee, den Seedamm, den Obersee und in der Ferne den Alpstein.

BOX: MEIN LIEBLINGSORT:

Hermann Martens, Hinwil:
Das Goethebänkli oberhalb des Kehlhofs/Stäfa ist ein Fixpunkt vieler meiner Biketouren.Die Aussicht über den oberen Zürichsee lässt erahnen weshalb schon diverse auch bekannte Zeitgenossen sich hier nieder oder inspirieren liesen.
Medientyp:
Buch
Verlag:
Hützen & Partner Verlag
Biografie:
Reto Fehr, geboren 1980 in Wald ZH, studierte nach dem KV Journalismus und Kommunikation und ist seitdem als Sportjournalist tätig. Nach dem Studium arbeitete er als Online-Sportchef von «20 Minuten» und ist seit 2013 in gleicher Funktion beim Schweizer Newsportal watson.ch angestellt. Privat interessiert er sich für Sport, Fussball, Wandern, Reisen und Velofahren. Reto Fehr ist verheiratet und lebt derzeit in Uster.
Sprache:
Deutsch
Seitenanzahl:
416
Zusammenfassung:
Reisebuchpreis 2018 - Bester Tourguide Fahrrad.
Geeignet für Fahrrad, -Motorrad, -Autofahrer. Entdecken Sie die unbekannte Schweiz. Eine Tour durch das Alpenland mit Orten, Anekdoten und Besonderheiten, die noch weitgehend unentdeckt sind. Ein Geheimtipp für Liebhaber dieses Landes.

Stammdaten

Produkttyp:
Taschenbuch
Verpackungsabmessungen:
0.21 x 0.133 x 0.029 m; 0.626 kg
GTIN:
09783906189291
DUIN:
PEVGBCRUVR8
Herstellerartikelnummer:
34954686
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